Lebensarbeitszeit – Ein neues „Common Sense“?
Die Debatte um die deutsche Rente hat nach Ansicht von Johannes Winkel, dem Bundesvorsitzenden der Jungen Union, eine entscheidende Wendung genommen. Noch vor einem Jahr sei das Thema einer längeren Lebensarbeitszeit ein „großes Tabu“ gewesen, das Ausmaß der Akzeptanz sei überschaubar gewesen. Mittlerweile, so Winkel im Gespräch mit dem Portal Politico, sei dies jedoch fast zum „common sense“ geworden. Die intensive Auseinandersetzung mit der Rentenfrage habe dabei offenbar einen wichtigen Stein ins Rollen gebracht.
Winkel fordert Taten statt Worte
Nun aber müssten auf diese Gespräche auch „konkrete Ergebnisse“ folgen, fordert der JU-Chef. Er richtet dabei den Blick auf die Bundesregierung und äußert deutliche Erwartungen für den Herbst. Man könne hoffen, dass Bundeskanzler Olaf Scholz die Lage ähnlich einschätze wie die Junge Union. Die Kluft und der „große Dissens“ aus dem vergangenen Jahr dürften sich nicht wiederholen. Winkel begründet seinen Nachdruck mit der unumgänglichen demografischen Entwicklung.
„Das ist eine Realität, an die muss man sich anpassen und Entscheidungen treffen“, mahnte Winkel. Die demografische Realität mache ein Handeln unumgänglich, um die Stabilität des Systems zu sichern und zukünftigen Generationen eine verlässliche Altersvorsorge zu ermöglichen.




