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Kommunen fühlen sich überrumpelt

Landkreise vor Milliardenkosten: Entlastungsprämie sorgt für Zorn

Europäische Ein-Euro-Münzen (Archiv). Bild: dts Nachrichtenagentur

Die vom Bund geplante, steuerfreie Entlastungsprämie von 1.000 Euro für Arbeitnehmer stößt bei den Landkreisen auf scharfe Kritik. Der kommunale Spitzenverband warnt vor unerwarteten Milliardenkosten und kritisiert mangelnde Absprachen mit den Arbeitgebern. Die finanzielle Lage vieler Kommunen sei ohnehin angespannt.

Bund setzt Kommunen unter Druck

Der Deutsche Landkreistag warnt eindringlich vor den finanziellen Folgen der von der Bundesregierung angekündigten 1.000-Euro-Entlastungsprämie. Die Regelung, die Arbeitgebern ermöglicht, ihren Mitarbeitern die Summe steuer- und abgabenfrei auszuzahlen, bereitet den Kommunen Kopfzerbrechen.

„Rechnung ohne die Arbeitgeber gemacht“

„Der Bund hat hier eine Entlastung ins Schaufenster gestellt, die Rechnung aber ohne die Arbeitgeber gemacht“, kritisierte Kay Ruge, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Landkreistags, gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Er bemängelt, dass die Bundesregierung die Arbeitgeber, zu denen auch die Landkreise selbst zählen, vor vollendete Tatsachen stellt.

2,6 Milliarden Euro Zusatzkosten

Ruge rechnet mit erheblichen Mehrbelastungen für die Kommunen. Allein für die rund 2,6 Millionen Tarifbeschäftigten in Städten, Gemeinden und Landkreisen würden sich Zusatzkosten von 2,6 Milliarden Euro summieren. Bei einer Ausweitung auf Beamte entstünden weitere Milliardenforderungen.

Appell an den Bund

Angesichts eines kommunalen Gesamtdefizits von aktuell 30 Milliarden Euro sei die finanzielle Situation auf kommunaler Ebene ohnehin prekär. Der Landkreistag fordert daher eine klare Auskunft vom Bund, inwieweit er bereit ist, diese zusätzlichen Belastungen zu kompensieren. Die Pläne zur Entlastung der Verbraucher waren als Reaktion auf gestiegene Energiepreise präsentiert worden, scheinen aber die finanzielle Realität der Kommunen nicht ausreichend zu berücksichtigen.

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Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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