Zehn Kassen reichen aus
CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann macht Nägel mit Köpfen. Die stolze Zahl von 93 gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland hält er für ein Vielfaches zu viel. „Zehn Krankenkassen in Deutschland reichen“, sagte Linnemann den Sendern RTL und ntv. Die aktuelle Vielfalt sei reine Augenwischerei, denn die meisten Kassen böten ohnehin die gleichen Leistungen an. Das führe zu einem „großen Verwaltungsaufwand“, erklärte er die Notwendigkeit der Reform.
„Wenn ich sehe, dass da Milliarden ausgegeben werden für nichts, weil es keinen Wettbewerb gibt, dann müssen wir da ran“, begründete Linnemann seine Forderung. Insbesondere kleinere Kassen müssten seiner Vorstellung nach aussortiert werden. Als Schwelle nannte er eine Mitgliederzahl von 200.000 bis 250.000.
Ran an die teure Ineffizienz
Deutschland leide insgesamt unter einem „sehr teuren und ineffizienten Gesundheitssystem“, so der CDU-Politiker. Er lobte Gesundheitsministerin Warken grundsätzlich für ihre Bereitschaft, die Vorschläge der GKV-Kommission umzusetzen. Gleichzeitig forderte er, mit den Einsparungen bei den Krankenkassen über diese Vorschläge hinaus zu gehen. Ein weiterer Punkt auf Linnemanns Agenda: Bürgergeldempfänger sollen künftig nicht mehr von den Versicherten mitfinanziert werden müssen.




