Ueber uns Werbung Kontakt Newsletter 18 C Stuttgart

Experten warnen vor Engpässen

Ostern ohne Ei: Leere Regale drohen in Deutschland

Ostern ohne Ei: Leere Regale drohen in Deutschland

Eier (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Kurz vor dem Osterfest zeichnet sich eine besorgniserregende Entwicklung in deutschen Supermärkten ab: Die Eierregale könnten leer bleiben. Bereits seit Längerem gibt es Lieferengpässe. Analysten warnen nun, dass es am Karsamstag kritisch werden könnte. Die gute Nachricht: Die Preise scheinen trotz der Knappheit stabil zu bleiben.

Karsamstag: Die letzte Hoffnung schwindet

Für viele gehört das Osterei zum Fest wie das Amen in der Kirche. Doch in diesem Jahr könnte daraus eine böse Überraschung werden. Die Marktinfo Eier & Geflügel (MEG) schlägt Alarm: „Vorstellbar ist, dass am Nachmittag des Karsamstags gar keine Eier mehr gebe“, sagte Analystin Margit Beck dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Schon seit geraumer Zeit kämpfen Supermärkte mit Lücken im Eier-Sortiment. Wer jetzt noch auf den letzten Drücker Eier für das Osterfrühstück ergattern will, muss sich beeilen.

Preise bleiben stabil – trotz Knappheit

Eines scheint gewiss: Die angebotenen Eier werden voraussichtlich nicht teurer. „Der Lebensmittel-Einzelhandel bedient sich zu festen Jahreskontraktpreisen mit Ware. Deswegen hat er auch keine Veranlassung, jetzt kurz vor Ostern an der Preisschraube zu drehen“, erklärt Beck. Für Verbraucher bedeutet das, dass zumindest die Kosten nicht sprunghaft ansteigen – sofern denn überhaupt noch Ware verfügbar ist.

Vogelgrippe und neue Krankheiten belasten die Produktion

Die angespannte Situation auf dem deutschen Eiermarkt ist kein neues Phänomen. Seit längerem kämpfen Produzenten mit Herausforderungen. Hauptursachen für die aktuell schwache Ausbeute sind Seuchen. Die Vogelgrippe wütet weiterhin, hinzu kommt nun die nach 30 Jahren erstmals wieder aufgetretene Newcastle-Krankheit. Diese Krankheitswellen dezimieren die Bestände und beeinträchtigen die Produktion.

Nachfrage weiter ungebremst

Gleichzeitig setzt sich der Trend zur steigenden Eiernachfrage fort. Im vergangenen Jahr erreichte der pro Kopf Verbrauch mit 252 gegessenen Eiern einen neuen Höchststand. Der Wunsch nach dem vielseitigen Lebensmittel bleibt also hoch, während die Produktion unter Druck gerät. Ein Dilemma, das gerade jetzt, zur Zeit des höchsten Verbrauchs, besonders spürbar wird.

Die wichtigsten Baden-Württemberg-News zuerst

Bleiben Sie bei Nachrichten, Wetter, Verkehr, Verbraucherthemen und Freizeittipps aus Baden-Württemberg immer auf dem Laufenden. Legen Sie InsideBW als bevorzugte Quelle bei Google fest und sehen Sie unsere Inhalte künftig häufiger in den Google-Nachrichten.

Jetzt InsideBW.de bei Google bevorzugen

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

Methodik-Hinweis:
insideBW prüft Informationen nach redaktionellen Standards. Wie wir arbeiten? Mehr dazu: Quellen & Methodik .