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Industrieverband fordert politische Weichenstellungen

BDLI warnt vor China: „Technologischer Vorsprung muss gesichert werden“

BDLI warnt vor China: „Technologischer Vorsprung muss gesichert werden“

Airbus A321 (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Nach der Großbestellung von bis zu 120 Flugzeugen aus China bei Airbus schlägt der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) Alarm. Verbandschefin Marie-Christine von Hahn warnt eindringlich vor der wachsenden technologischen Konkurrenz aus dem Reich der Mitte und fordert mehr Engagement von der Bundesregierung.

Angst vor „Aufholen und Überholen“

China ist für die europäische Luftfahrtindustrie derzeit ein wichtiger Kunde. Die Milliardenorder von bis zu 120 Flugzeugen des europäischen Herstellers Airbus verdeutlicht dies eindrucksvoll. Doch hinter den Kulissen wächst die Sorge. „China will in diesem Sektor auch mehr und mehr zu einem Konkurrenten werden“, sagt BDLI-Hauptgeschäftsführerin Marie-Christine von Hahn im Gespräch mit „Politico“.

Die Gefahr ist real, so von Hahn. „Bei der Elektromobilität kann man sehen, wie schnell China aufholen und überholen kann.“ Dieses Szenario dürfe sich im Flugzeugbau nicht wiederholen.

„Industrielles und wirtschaftliches Juwel“

Die Hoffnung des Verbandes ruht nun auf der Bundesregierung. Angesichts der überaus lukrativen Airbus-Bestellung betont von Hahn, dass Deutschland „mit Airbus und der verbundenen Zulieferkette über ein industrielles und wirtschaftliches Juwel verfügen“. Dieses müsse nun gesichert und gestärkt werden.

Die politische Weichenstellung sei unerlässlich, so die Verbandschefin. Die angekündigte Luftfahrtstrategie der Regierung müsse sich klar zur technologischen Führungsrolle Deutschlands bekennen. „Entscheidend sind dann die daraus folgenden Maßnahmen wie das Budget des deutschen Luftfahrtforschungsprogramms“, fordert von Hahn.

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