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Preise für Lebensmittel und Dienstleistungen steigen

Inflation zieht zum Jahresstart an

Inflation zieht zum Jahresstart an

Verbraucher in einem Supermarkt (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Die deutsche Wirtschaft spürt im Januar 2026 einen neuen Preisanstieg. Die Inflationsrate klettert auf 2,1 Prozent. Vor allem Nahrungsmittel und Dienstleistungen verteuern sich spürbar. Energiepreise hingegen sinken weiter, was die Gesamtteuerung allerdings nicht ausbremsen kann. Destatis-Präsidentin Ruth Brand sieht eine verstärkte Teuerung.

Teuerung breitet sich aus

Die Verbraucherpreise in Deutschland sind im Januar 2026 stärker gestiegen als im Vormonat. Das Statistische Bundesamt (Destatis) bestätigte die Inflationsrate von 2,1 Prozent. Im Dezember lag sie noch bei 1,8 Prozent. Verantwortlich dafür sind vor allem steigende Preise für Lebensmittel und Dienstleistungen.

Nahrungsmittel im Fokus

Nachdem die Teuerung bei Lebensmitteln in den Monaten zuvor unter dem Gesamtdurchschnitt lag, hat sie sich im Januar nun verstärkt. Die Preise für Nahrungsmittel stiegen im Jahresvergleich um 2,1 Prozent. Besonders teuer wurden Zucker, Marmelade, Honig und andere Süßwaren (+10,9 Prozent), allen voran Schokolade (+21,0 Prozent). Auch Obst (+6,1 Prozent) und Fleisch (+4,9 Prozent) verteuerten sich spürbar. Butter und Olivenöl zogen jedoch die Preise für Speisefette und Öle nach unten.

Dienstleistungen ziehen an

Der Preisauftrieb bei Dienstleistungen setzte sich im Januar fort und lag mit 3,2 Prozent über der Gesamtinflation. Die Preise für soziale Einrichtungen stiegen um 7,1 Prozent, die kombinierte Personenbeförderung um 6,2 Prozent. Grund dafür ist unter anderem die Anhebung des Deutschlandtickets von 58 auf 63 Euro.

Energie wird billiger

Die Energiepreise entwickelten sich entgegengesetzt und sanken im Januar 2026 um 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Strom, Gas und Fernwärme wurden günstiger, auch dank gesenkter Übertragungsnetzentgelte und der Abschaffung der Gasspeicherumlage. Bei den fossilen Brennstoffen zeigten sich gemischte Entwicklungen: Heizöl wurde deutlich billiger, während Kraftstoffe leicht im Preis stiegen.

Kerninflation bei 2,5 Prozent

Die Kerninflation, die Energie- und Nahrungsmittelpreise ausklammert, lag im Januar 2026 bei 2,5 Prozent. Dies deutet darauf hin, dass die Teuerung in vielen anderen wichtigen Güterbereichen weiterhin überdurchschnittlich hoch ist.

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