Ueber uns Werbung Kontakt Newsletter 18 C Stuttgart

Hohes Niveau bleibt

Experte rechnet mit „moderatem“ Rückgang der Arbeitslosigkeit

Bundesagentur für Arbeit (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) erwartet für 2026 einen leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit. Dennoch warnt Direktor Bernd Fitzenberger vor zu viel Optimismus. Trotz historisch geringer Einstellungszahlen und einer hohen Teilzeitquote sehen Experten derzeit keine Verschlechterung des Arbeitsmarktes.

IAB-Chef: Arbeitsmarkt bleibt angespannt

Der Arbeitsmarkt in Deutschland steht auch im kommenden Jahr vor erheblichen Herausforderungen. Bernd Fitzenberger, seines Zeichens Direktor am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), blickt mit gemischten Gefühlen auf die Entwicklung. „Insgesamt rechnen wir am IAB im Laufe dieses Jahres mit einem leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit, der aber nur moderat ausfallen dürfte“, sagte er der Mediengruppe Bayern.

Dennoch mahnt Fitzenberger zur Vorsicht. Die Zahl der Arbeitslosen sei nach wie vor auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Ein besorgniserregender Trend ist laut Fitzenberger die historisch niedrige Zahl der Neuanstellungen und Einstellungsmöglichkeiten. Trotz dieser düsteren Prognose gibt es auch Lichtblicke.

„Nicht mehr schlechter werden“

Mit Blick auf das laufende Jahr äußerte sich Fitzenberger demnach aber auch optimistisch: „Wir sind mit den Problemen am Arbeitsmarkt, die sicherlich hoch sind, an einem Punkt, an dem es nicht mehr schlechter werden dürfte.“

Die Debatte um Arbeitszeitreduzierungen beleuchtet Fitzenberger kritisch. Deutschland habe ein Rekordniveau beim gesamten geleisteten Arbeitsvolumen und der Erwerbsbeteiligung. Allerdings sei die Zahl der tatsächlich gearbeiteten Stunden pro Kopf rückläufig. Dies sei eine direkte Folge der hohen Teilzeitquote. Werde versucht, Stellen mit reduzierter Arbeitszeit einzuschränken, bestehe die Gefahr, dass Beschäftigte dem Arbeitsmarkt komplett fernbleiben.

Die wichtigsten Baden-Württemberg-News zuerst

Bleiben Sie bei Nachrichten, Wetter, Verkehr, Verbraucherthemen und Freizeittipps aus Baden-Württemberg immer auf dem Laufenden. Legen Sie InsideBW als bevorzugte Quelle bei Google fest und sehen Sie unsere Inhalte künftig häufiger in den Google-Nachrichten.

Jetzt InsideBW.de bei Google bevorzugen

Methodik-Hinweis:
insideBW prüft Informationen nach redaktionellen Standards. Wie wir arbeiten? Mehr dazu: Quellen & Methodik .