Was genau ist der Oktopus-Döner?

Auf den ersten Blick ähnelt das Produkt seinem fleischlichen Vorbild verblüffend. Die Tentakel, komplett mit Saugnäpfen, werden zu einem großen Spieß geschichtet, mariniert und rotierend gegrillt. „Frischer, gesünder und trotzdem vertraut“ beschreibt Gründer Paul Nicolau seine Kreation, die ihre Weltpremiere bereits im März 2025 in London feierte. Wie beim Original wird der Oktopus frisch heruntergeschnitten und landet im Fladenbrot. Statt der üblichen Kräutersauce dominiert hier jedoch ein mediterranes Profil: Serviert wird der Oktopus mit Salat, Radieschen, Gurken, einer Zitrone zum Beträufeln und hausgemachter Knoblauch-Aioli.

Geschmack und Herkunft: Mittelmeer trifft Fächerstadt

Wer in den saftigen Fladen beißt, merkt schnell: Das hier schmeckt nicht nach Bosporus, sondern nach Mittelmeerurlaub. Kunden und Tester beschreiben das Erlebnis als „saftig, frisch und lecker“, oft verbunden mit einem „Frische-Kick“. Der Fisch stammt dabei aus Gewässern vor Mauretanien, Marokko und dem Senegal. Neben dem klassischen Döner bietet die Karte auch Oktopus-Wraps, Hotdogs und Seafood-Platten an.

Für diesen exotischen Genuss müssen Kunden allerdings tiefer in die Tasche greifen als gewohnt. Mit einem Preis von 14 Euro pro Portion bewegt sich der Oktopus-Döner im Premium-Segment des Fast Foods. Dorian, der Inhaber der Karlsruher Filiale und gebürtige Rumäne mit Gastro-Erfahrung aus London, zeigt sich vom Erfolg dennoch überwältigt: „Wir sind völlig überwältigt mit dem tollen Feedback.“ Bereits am Eröffnungstag sollen rund 1.000 Besucher versucht haben, eine Portion zu ergattern; täglich gehen an den Standorten zwischen 300 und 400 Döner über die Theke.

Viraler Hit mit Kontroverse

Der Start in Karlsruhe war ein Social-Media-Ereignis. Foodblogger und Influencer reisten aus München und Wien an, um den „viralen Oktopus-Döner“ zu filmen. „Die Leute sind neugierig, wollen das Unbekannte ausprobieren“, erklärt Dorian den Ansturm. Dass Karlsruhe als Standort gewählt wurde, liegt am „Vibe“ der Stadt und der dortigen rumänischen Community.

Doch wo viel Licht ist, gibt es auch Schatten. Die Resonanz im Internet ist zweigeteilt. Während Feinschmecker das neue Angebot feiern, äußern andere Kritik. Diese entzündet sich nicht nur am sportlichen Preis, sondern auch an ethischen Bedenken bezüglich der hohen Intelligenz der verarbeiteten Tiere.

Fazit

Die Pescobar wagt ein Experiment: Maritimes Flair trifft auf deutsche Dönerkultur. Ob sich der Oktopus-Spieß langfristig gegen den klassischen Kebap durchsetzen kann oder eine Nischen-Delikatesse bleibt, wird die Zeit zeigen. Fest steht: Karlsruhe ist um eine kulinarische Attraktion reicher, die man zumindest einmal gesehen haben muss.

Foto & Video via Glomex

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