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Baumgarts Plan geht auf

4:3 in Frankfurt! Union Berlin schockt die Eintracht mit eiskaltem Konter-Fußball

Foto: Sven Mandel - Sven Mandel, CC BY-SA 4.0, Link

Was für ein verrücktes Spektakel in der Mainmetropole! Union Berlin siegt bei Eintracht Frankfurt mit 4:3 – und das nach einer Partie, die alles hatte: frühe Schocks, kaltschnäuzige Konter, einen Hattrick von Oliver Burke, einen VAR-Elfmeter, die Rote Karte für Steffen Baumgart und eine Schlussphase, in der die Eisernen alles in die Waagschale werfen mussten.

Union erwischt Frankfurt eiskalt

Schon früh machten die Köpenicker klar, dass sie ihren Matchplan kompromisslos durchziehen würden. Aggressives Pressing, hohe Laufbereitschaft und zielstrebige Umschaltaktionen sollten die Schlüssel sein – und es funktionierte. Bereits in der 9. Minute klingelte es: Ilyas Ansah zog aus 16 Metern trocken ab und traf zur Union-Führung.

Frankfurt wirkte geschockt, fand nicht in die gewohnte Spielfreude wie zuletzt beim 5:1 gegen Galatasaray. Union dagegen blieb bissig. In der 32. Minute der nächste Nadelstich: Burke stürmte nach Vorlage von Ilić allein auf SGE-Keeper Kauã Santos zu und schob eiskalt ein – 0:2.

Kurz vor der Pause meldete sich die Eintracht zurück. Ein Schuss von Nathaniel Brown wurde von Can Uzun unhaltbar abgefälscht, Rønnow im Union-Tor war chancenlos – der Anschlusstreffer zum 1:2 (45.) brachte die Hessen wieder ins Spiel.

Burke im Rausch – Union zieht davon

Nach dem Seitenwechsel setzte Union noch einen drauf. Erst köpfte Burke eine Ilić-Flanke zum 1:3 ein, nach VAR-Check wurde der Treffer bestätigt (53.). Nur drei Minuten später schnürte der Angreifer seinen Doppelpack perfekt: nach einem herrlichen Chip-Pass von Ilić lupfte Burke die Kugel cool über Santos ins Tor – 1:4 (56.).

Frankfurt stand völlig neben sich, das Stadion verstummte. Baumgarts Mannschaft spielte Konter-Fußball wie aus dem Lehrbuch, während die Adlerträger ihre Restverteidigung überhaupt nicht in den Griff bekamen.

Die Eintracht bäumt sich auf

Doch die Partie war noch längst nicht entschieden. Frankfurt mobilisierte alle Kräfte, wechselte offensiv und erhöhte den Druck. In der 80. Minute traf Uzun zum 2:4 – plötzlich keimte wieder Hoffnung auf.

Dann der große Aufreger: Querfeld hielt Burkardt im Strafraum fest, der VAR griff ein. Schiedsrichter Jablonski entschied auf Elfmeter. Burkardt selbst trat an und verwandelte sicher zum 3:4 (87.). Das Stadion bebte, Frankfurt war wieder da!

Hitzige Schlussphase mit Baumgart-Rot

Die Schlussminuten wurden zum puren Krimi. Union verteidigte mit Mann und Maus, die Eintracht warf alles nach vorne. In dieser Phase flogen die Emotionen hoch: Baumgart, ohnehin immer an der Linie unter Strom, kickte eine Papierkugel aufs Feld und sah dafür erst Gelb, dann Rot (89.).

In der zehnminütigen Nachspielzeit warfen sich die Köpenicker in jeden Ball. Vor allem Danilho Doekhi wurde zum Turm in der Schlacht, blockte zwei gefährliche Schüsse in Serie und rettete so den Sieg. Als Schiedsrichter Jablonski abpfiff, brachen auf der Union-Bank alle Dämme.

Fazit

Union Berlin feiert einen verdienten Auswärtssieg, weil die Baumgart-Elf ihren Plan konsequent durchzog: defensiv kompakt, offensiv eiskalt. Drei Treffer von Oliver Burke machten den Unterschied. Frankfurt kam zwar nochmal zurück, doch die Hypothek aus den Konter-Gegentoren war zu groß.

Ein Sieg, der zeigt: Die Eisernen sind unter Baumgart zurück – bissig, diszipliniert, gnadenlos effizient. Frankfurt dagegen muss dringend an seiner Konterabsicherung arbeiten, sonst bleibt die Offensive ein stumpfes Schwert.

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