Neue Chance für die Autoindustrie
Das Handelsabkommen zwischen der EU und Indien ist für die Automobilriesen Volkswagen und Mercedes-Benz ein Grund zur Freude. Neben VW-Chef Oliver Blume äußerte sich auch Mercedes-Boss Ola Källenius äußerst positiv über die Vereinbarung, die eine schrittweise Reduzierung der Autozölle vorsieht.
„Das ist eine sehr gute Nachricht, sowohl für die EU, für Deutschland, aber auch für Indien“, sagte Källenius am Dienstag im Nachrichtensender „Welt“. Er betonte, dass gestärkte Handelsbeziehungen mit der stark wachsenden indischen Wirtschaft auch die deutsche Exportindustrie entlasten würden. „Ich finde, das ist die beste Nachricht des Tages.“
Investitionen in Indien
Källenius hob hervor, dass Mercedes bereits seit Längerem in den indischen Markt investiere und dort sowohl in Forschung und Entwicklung als auch in die Produktion involviert sei. Die nun anstehende Marktöffnung biete die Chance, dieses Engagement weiter auszubauen. „Wir machen sowohl Forschung und Entwicklung dort als auch Produktion, und wir sind in den letzten Jahren stark gewachsen. Wenn jetzt der Markt noch weiter geöffnet wird, dann haben wir eine Chance, dort unseren Footprint weiter auszubauen.“
Dynamischer Markt
Auch Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG, begrüßte die Einigung. „Wir sehen das positiv. Der Volkswagen-Konzern ist ein global agierendes Unternehmen. Wir unterstützen jede Initiative zu Handelsabkommen in den Regionen der Welt“, erklärte Blume ebenfalls im Sender „Welt“. Indien habe sich zum drittgrößten Automobilmarkt der Welt entwickelt. „Indien ist sehr dynamisch in der Entwicklung – und insofern gibt es dort auch Möglichkeiten für den Volkswagen-Konzern.“ Die genauen Details des Abkommens würden nun genau geprüft.



