Kampf um bessere Arbeitsbedingungen
Mehr als 60 Städte bundesweit sollen am Mittwoch Schauplatz von Protesten werden. Beschäftigte aus Hochschulen, Studierendenwerken und Forschungseinrichtungen legen die Arbeit nieder. An über 40 Standorten sind konkrete Warnstreiks geplant.
Die Wut richtet sich gegen die Arbeitgeberseite, wie Verdi-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler deutlich machte. Bislang liege kein verbindliches Angebot vor, und man habe den Eindruck, die Arbeitgeber wollten bei der Bildung sparen. „Wir brauchen mehr Investitionen in Bildungseinrichtungen und ihre Beschäftigten“, so Bühler. Nur so könnten wichtige Herausforderungen wie der Klimawandel und neue Technologien bewältigt werden. Die Länder müssten ihrer Verantwortung für ausreichende Finanzierung und gute Arbeitsbedingungen nachkommen.
Die Gewerkschaft fordert eine Gehaltserhöhung von sieben Prozent, mindestens aber 300 Euro mehr pro Monat. Für Nachwuchskräfte verlangt Verdi 200 Euro zusätzlich und eine unbefristete Übernahme nach der Ausbildung. Ein weiterer wichtiger Punkt: Der Tarifvertrag soll auch für die rund 300.000 studentischen Hilfskräfte gelten. Verdi kündigte an, die Warnstreiks in den kommenden Wochen weiter ausweiten zu wollen.


