Schwarz-Grün verliert, SPD legt zu.

Umfrage: SPD holt in NRW auf – Schwarz-Grün mit Dämpfern

Umfrage: SPD holt in NRW auf – Schwarz-Grün mit Dämpfern
Foto: Mona Neubaur und Hendrik Wüst (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Die Regierungsparteien CDU und Grüne in Nordrhein-Westfalen verzeichnen in der aktuellen Wählergunst Rückgänge. Insbesondere die SPD kann sich nach einem Tiefpunkt deutlich erholen und nähert sich der 20-Prozent-Marke. Die AfD verbessert sich und überholt die Grünen.

Wählerstimmen verschieben sich

Die Wählergunst in Nordrhein-Westfalen zeigt Bewegung. Die CDU von Ministerpräsident Hendrik Wüst kommt in der neuesten Infratest-Umfrage auf 35 Prozent, ein Minus von vier Punkten im Vergleich zum Juni 2025. Auch die Grünen mussten Federn lassen und liegen nun bei 13 Prozent, zwei Punkte weniger als im Vormonat.

Für die Sozialdemokraten gibt es gute Nachrichten. Nach ihrem Rekordtief im Juni 2025 hat sich die SPD deutlich erholt und legt vier Prozentpunkte zu. Damit erreicht die Partei erstmals seit Juni 2023 wieder die Marke von 20 Prozent.

AfD überholt Grüne

Die AfD kann sich ebenfalls verbessern. Mit 15 Prozent und einem Zuwachs von einem Prozentpunkt überholt die Partei die Grünen und stellt ihren bisherigen Bestwert aus dem Juni 2023 ein. Die Linke verzeichnet leichte Verluste, würde aber mit sechs Prozent weiterhin den Einzug in den Landtag schaffen. Die FDP erreicht trotz leichter Gewinne nur vier Prozent und verpasst den Sprung ins Parlament.

Zufriedenheit mit Landesregierung stagniert

Die Zufriedenheit mit der Arbeit der Landesregierung bleibt weitgehend ausgeglichen. 48 Prozent der Befragten sind weiterhin zufrieden, während 49 Prozent unzufrieden sind – ein Zuwachs von vier Prozentpunkten seit Juni 2025. Die Bewertung der Arbeit von Ministerpräsident Wüst ist leicht negativ geprägt: 45 Prozent sind zufrieden (-2), 38 Prozent sind unzufrieden (+2).

Ott als Spitzenkandidat noch unbekannt

Gut ein Jahr vor der Landtagswahl 2027 hat sich die NRW-SPD auf Jochen Ott als Spitzenkandidaten festgelegt. Jedoch ist der SPD-Fraktionsvorsitzende vielen Wählern noch kein Begriff. Nur jeder vierte Wahlberechtigte kann eine Einschätzung zu seiner Person abgeben. Bei den eigenen Anhängern überwiegen zwar die positiven Urteile, doch auch hier ist der Bekanntheitsgrad gering.

Für den NRW-Trend von Infratest wurden vom 26. bis 29. Januar 2026 insgesamt 1.164 Wahlberechtigte befragt.