Eine 80-jährige Frau aus Stutensee ist Opfer von Telefonbetrügern geworden. Die Kriminellen gaben sich am Freitagnachmittag als Polizeibeamte aus. Sie gaukelten der Frau vor, ihre Tochter habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht. Um eine Untersuchungshaft zu verhindern, sei eine Kaution in Höhe von 90.000 Euro nötig gewesen.
Da die Frau nicht über die geforderte Geldsumme verfügte, wurde ihr angeboten, Wertgegenstände zu hinterlegen. Unter dem Eindruck der falschen Nachricht fuhr die 80-Jährige zu einem Treffpunkt in der Bahnhofstraße in Karlsruhe. Dort übergab sie gegen 15:00 Uhr Schmuck und mehrere Goldmünzen an einen vermeintlichen Kassenmitarbeiter. Der Wert der Beute liegt im mittleren fünfstelligen Bereich.
Der mutmaßliche Täter wird als circa 20 Jahre alt, 170 cm groß und schlank beschrieben. Er soll ein rundliches Gesicht, kurze dunkle Haare und ein gepflegtes Äußeres gehabt haben. Zum Tatzeitpunkt trug er eine schwarze Jacke, eine schwarze Hose und eine Brille mit schwarzem Rahmen. Er sprach akzentfrei Deutsch.
Die Kriminalpolizei bittet Zeugen, die verdächtige Wahrnehmungen im Zusammenhang mit dem Vorfall gemacht haben, sich unter der Rufnummer 0721 666 5555 zu melden.

