System der starken Umverteilung
Im deutschen Sozialsystem findet eine starke Umverteilung statt. Das ist das Kernergebnis einer aktuellen Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Demnach fließt über das gesamte Leben gesehen mehr Geld in Form von sozialen und öffentlichen Leistungen an Geringverdiener und sozial Schwache, als diese in Form von Steuern und Abgaben einzahlen.
Zahlen sprechen deutliche Sprache
Personen im ärmsten Viertel der Bundesbürger können laut „Bild am Sonntag“ im Schnitt mit Leistungen in Höhe von 1,08 Millionen Euro rechnen. Diese Summe beinhaltet Renten, Gesundheits- und Pflegeleistungen, aber auch Wohngeld oder Bürgergeld. Auf der Gegenseite stehen geleistete Steuern und Sozialabgaben, die in dieser Gruppe im Durchschnitt bei nur 300.000 Euro liegen. Damit wird deutlich, wer von den Leistungen profitiert.
Reiche zahlen deutlich mehr ein
Die Gruppe der Reichsten im obersten Viertel zahlt dagegen über das gesamte Leben gesehen mit rund zwei Millionen Euro weitaus mehr in das System ein, als sie an Leistungen zurückerhält. Deren durchschnittliche Bezüge belaufen sich auf etwa 720.000 Euro. Das zeigt das Ausmaß der finanziellen Schere.


