Bildungsministerin verteidigt Beamtenstatus

Stolz gegen Verbeamtung: Bayerns Ministerin erteilt Absage

Foto: Kinder in einer Schule (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Bayerns Kultusministerin Anna Stolz hat sich nachdrücklich gegen eine bundesweite Abschaffung der Lehrer-Verbeamtung ausgesprochen. Sie sieht darin einen Kernbestandteil für Qualität und Attraktivität des Lehrerberufs und betont die Bedeutung für eine stabile Unterrichtsversorgung. Damit reagiert sie auf Forderungen aus Sachsen und der CDU-Mittelstandsvereinigung.

Gegen den Strom

Die bayerische Kultusministerin Anna Stolz (Freie Wähler) erteilt Forderungen nach dem Ende der Verbeamtung von Lehrern eine deutliche Absage. „Felsenfest stehe ich zur Verbeamtung unserer Lehrkräfte“, erklärte die Ministerin, die kürzlich auch die Präsidentschaft der Kultusministerkonferenz (KMK) übernommen hat. Sie sieht den Beamtenstatus als Fundament für Qualität, Stabilität und Attraktivität des Lehrerberufs.

Stolz betont, dass die Verbeamtung ein klares Signal des Staates sei. Es stehe für Verlässlichkeit und die Verantwortung, eine flächendeckende Unterrichtsversorgung zu gewährleisten, die sowohl Städte als auch ländliche Gebiete einschließe. „Lehrkräfte in Bayern können sich auf stabile Verhältnisse verlassen“, versprach die Ministerin.

Die ministerielle Haltung in Bayern wird auch durch Erfolge untermauert. „Deswegen stehen wir auch im bundesweiten Vergleich so gut dar mit vollausgebildeten Lehrkräften, die tagtäglich hervorragende Arbeit leisten“, so Stolz. Hierin liege die entscheidende Grundlage für eine gute Unterrichtsqualität.

Regionale Zuständigkeit betont

Gleichzeitig legte die KMK-Präsidentin Wert darauf, dass die Gestaltung von Beschäftigungsverhältnissen eine Angelegenheit der einzelnen Bundesländer bleibe. Dies sei eine klare Kompetenz der Länder.

Hintergrund der Debatte sind Forderungen aus anderen Teilen Deutschlands. Sachsens Kultusminister Conrad Clemens (CDU) hatte zuletzt in der „Bild“ einen „Deutschlandpakt gegen Lehrerverbeamtung“ vorgeschlagen. Auch die CDU-Mittelstandsvereinigung MIT hat sich – laut „Bild“ – für einen Antrag ausgesprochen, neue Verbeamtungen „außerhalb klar definierter hoheitlicher Bereiche“ auszuschließen.