Bundespräsident ehrt Verstorbene

Steinmeier würdigt Rita Süssmuth als „Kämpferin für Demokratie“

Steinmeier würdigt Rita Süssmuth als „Kämpferin für Demokratie“
Foto: Rita Süssmuth (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die verstorbene frühere Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth posthum gewürdigt. Er bezeichnete sie als "großartige Frau und eine leidenschaftliche Kämpferin für die Demokratie". Steinmeier hob Süssmuths Verdienste um Gleichberechtigung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie ihren Einsatz gegen Aids und für eine aufgeklärte Einwanderungspolitik hervor.

Eine Vordenkerin und Vorbild

Rita Süssmuth sei stets vorangegangen, war Vordenkerin, Vorkämpferin und Vorbild, insbesondere auch für viele Frauen. Dies schrieb das Staatsoberhaupt am Sonntag in einem Kondolenzschreiben an die Tochter der Verstorbenen. Steinmeier betonte, wie Süssmuth mit Mut, Beharrlichkeit, Humor und Überzeugungskraft maßgeblich zur Umsetzung von mehr Gleichberechtigung in Deutschland beigetragen habe.

Verdienste um Frauen und Familie

Über Jahrzehnte hinweg habe sich die CDU-Politikerin unermüdlich für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf und die Förderung von Frauen in Führungspositionen eingesetzt. Als erste Frauenministerin Deutschlands habe sie ihr Ressort erfolgreich um die Zuständigkeit für Frauenfragen erweitert.

Mit ihrem Engagement und ihrer Strahlkraft habe sie viele Frauen inspiriert, sich Spitzenpositionen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu erobern.

Breites Wirken gewürdigt

Zudem würdigte Steinmeier Süssmuths Beitrag im Kampf gegen Aids, für eine aufgeklärte Einwanderungspolitik und für die Reform der Parlamentsarbeit.

„Rita Süssmuth hat sehr viel bewegt – für unser Land und für die Menschen in diesem Land“, so Steinmeier. „Ihre Wärme, ihr Humor und ihre tiefe Menschlichkeit bleiben unvergessen. Ihr Einsatz für Gleichberechtigung bleibt gerade heute ein Vorbild.“

Die frühere Bundestagspräsidentin war im Alter von 88 Jahren gestorben. Sie war von 1985 bis 1988 Bundesministerin für Jugend, Familie und Gesundheit und von 1988 bis 1998 Präsidentin des Deutschen Bundestages.