Digitalisierung im Gesundheitswesen: Große Mehrheit der Älteren sieht Vorteile.

Senioren offen für digitale Medizin: Termine online, Chats mit Ärzten im Kommen

Foto: Archivbild: Eine Seniorin nutzt ein Tablet. (Symbolbild) via dts Nachrichtenagentur

Die Digitalisierung im Gesundheitswesen stößt bei Senioren auf breite Zustimmung. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass eine überragende Mehrheit der älteren Generation digitale Gesundheitslösungen als Chance begreift. Konkret zeigt sich dies in einer stark gestiegenen Nutzung von Online-Services für Arztbesuche und einer wachsenden Offenheit für neue Kommunikationswege.

Digitale Gesundheitsangebote: Mehrheit sieht Chance

Die Deutschen über 65 Jahren stehen der Digitalisierung im Gesundheitswesen überwiegend positiv gegenüber. Laut einer Erhebung des IT-Branchenverbandes Bitkom befürworten 92 Prozent der Senioren ab 65 Jahren digitale Angebote. Besonders die über 80-Jährigen sind mit 95 Prozent noch überzeugter als die jüngeren Senioren (65-69 Jahre) mit 89 Prozent.

Online-Termine und SMS-Erinnerungen sind Alltag

Diese positive Einstellung schlägt sich auch in konkreten Verhaltensweisen nieder. Inzwischen vereinbart die Hälfte der Senioren Arzttermine online; vor fünf Jahren lag dieser Wert erst bei 18 Prozent. Ebenfalls gestiegen ist die Nutzung von Terminerinnerungen per SMS oder E-Mail: 37 Prozent der Senioren nutzen diesen Service, doppelt so viele wie noch vor fünf Jahren.

Offenheit für Online-Kommunikation und Ärzteportale

Auch die direkte Kommunikation mit Ärzten über E-Mail, Chat oder Messenger gewinnt an Bedeutung. 19 Prozent der Senioren nutzen diese Kanäle bereits, weitere 51 Prozent können sich dies für die Zukunft vorstellen. Online-Vergleichs- und Bewertungsportale für Ärzte sind für 41 Prozent der über 65-Jährigen relevant, ein deutlicher Anstieg von zwölf Prozent vor fünf Jahren.

Telemedizin holt auf

Telemedizinische Anwendungen wie Videosprechstunden werden aktuell zwar noch seltener genutzt (sechs Prozent haben Erfahrungen), doch das Potenzial ist groß: 41 Prozent der Senioren können sich die Nutzung in Zukunft vorstellen.