Frühere Texte bereut

Rapper Finch distanziert sich von frauenfeindlichen Texten

Rapper Finch distanziert sich von frauenfeindlichen Texten
Foto: Finch (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Der Brandenburger Rapper Finch, alias Nils Wehowsky, reflektiert seine früheren Songtexte kritisch. Insbesondere als 'Finch Asozial' bekannte, teils frauenfeindliche und gewaltverherrlichende Äußerungen bedauert er nun. Er habe damals nicht so weit gedacht, könne aber inzwischen nachvollziehen, wie betroffene Frauen sich fühlten. Einige seiner explizit problematischen Zeilen, wie 'Eine Frau bleibt auf Ewigkeit ein Gegenstand', rappt er nicht mehr.

Ein Umdenken nach Kritik

Finch, der seinen Beinamen ‚Asozial‘ abgelegt hat, zählt zu den erfolgreichsten Rappern Ostdeutschlands. Seine Musik wird monatlich millionenfach gestreamt, und er wurde erst kürzlich mit der ‚1Live Krone‘ als ‚Bester Live Act‘ ausgezeichnet. Die Kritik an seinen älteren Texten, die ihm von Organisationen wie Terre de Femmes und von Hörerinnen und Hörern entgegengebracht wurde, hatte ihn auch damals schon erreicht. Videos mit Kommentaren wie ‚Sexist‘ oder ‚Hurensohn‘ sind ihm in Erinnerung geblieben.

Diese Reaktionen nehme er heute ernster. „Ich habe einfach noch nicht so weit gedacht“, erklärte er dem „Spiegel“. Der 35-Jährige, bürgerlich Nils Wehowsky, räumt ein, dass seine damalige Haltung problematisch gewesen sei.

Klare Botschaft gegen sexuelle Belästigung

Erst vor wenigen Monaten sorgte ein virales Video für Aufsehen: Finch warf einen Fan von der Bühne, da dieser Frauen belästigt haben soll. Bei solchen Vorfällen gehe es ihm nicht um Aufmerksamkeit, sondern um eine klare Botschaft: „Wenn ich so was sehe, schreiten wir ein. Punkt. Bei meinen Konzerten dulde ich so ein Verhalten nicht.“ Er betonte: „Wer Frauen wirklich anfasst, hat in meiner Welt keine Daseinsberechtigung.“