Kontrollierte Ausreisewelle
Nach fast einem Jahr Durststrecke öffnet sich der Grenzübergang Rafah zwischen dem Gazastreifen und Ägypten wieder für palästinensische Fußgänger. Israel gab die Erlaubnis zur Ausreise, schloss die Durchfahrt aber für humanitäre Hilfsgüter aus. Die genaue Anzahl der Palästinenser, die den Durchgang bisher nutzten, schwankt. Beobachter gehen jedoch davon aus, dass die Zahlen in den ersten Tagen überschaubar bleiben.
Genehmigungspflicht und Sicherheitschecks
Wer den Gazastreifen verlassen oder betreten will, benötigt eine Genehmigung aus Kairo. Diese wird zur weiteren Prüfung an den israelischen Inlandsgeheimdienst Shin Bet weitergeleitet. Israel behält sich vor, die Ausreisenden aus der Ferne zu kontrollieren. Die Einreise nach Gaza für Ägypter unterliegt ebenfalls einer israelischen Sicherheitskontrolle. Nach dem Passieren des Rafah-Übergangs müssen Reisende noch einen Checkpoint der israelischen Armee passieren, bevor sie die von der Hamas geführten Gebiete des Gazastreifens erreichen können.
Ausländische Journalisten dürfen den Gazastreifen weiterhin nur unter Aufsicht betreten.
