Keine Schikane im Fokus
Minister Pistorius räumte Bedenken hinsichtlich der Musterungen für einen potenziellen neuen Wehrdienst aus. Er versicherte, dass es keine demütigenden Praktiken geben werde. Mediziner würden entscheiden, welche Untersuchungen nötig seien und dabei stets menschenwürdige Standards einhalten, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Damit reagiert er auf Rückmeldungen, wonach gerade Untersuchungen im Intimbereich in der Vergangenheit als entwürdigend wahrgenommen wurden.
Bundeswehr-Werbung unter Beschuss
Auch Kritik an der Bundeswehr-Kampagne „Mach, was wirklich zählt“ aus Reihen der evangelischen Kirche sprach Pistorius an. Er verteidigte die Botschaft, die junge Menschen motivieren solle, einen Beitrag zur Sicherheit zu leisten, ob bei der Bundeswehr oder zivilen Organisationen. „Denn, was wirklich zählt, ist Sicherheit. Ohne Sicherheit ist alles nichts.“
Er betonte gleichzeitig, dass niemand gegen seinen Willen Wehrdienst leisten müsse. Er sehe aber eine wachsende Bereitschaft bei jungen Menschen, nach der Schule für einige Monate Dienst zu leisten, um die Freiheit ihres Landes zu schützen.
Die Aussetzung der Wehrpflicht 2011 hatte zu strukturellen Veränderungen bei der Bundeswehr geführt.


