Debatte über Strafmündigkeit neu entfacht

Nach Kiosk-Überfall in Dortmund: Union fordert Absenkung der Strafmündigkeit

Foto: Susanne Hierl (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Ein brutaler Kiosk-Überfall in Dortmund durch zwei 13-Jährige, bei dem der Betreiber schwer verletzt wurde, hat eine Debatte über das Alter der Strafmündigkeit neu entfacht. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion fordert angesichts der Schwere der Tat eine frühere strafrechtliche Verantwortlichkeit.

Nach einem schockierenden Vorfall in Dortmund, bei dem zwei 13-Jährige einen Kiosk überfielen und den Betreiber mit einer Machete schwer verletzten, äußert die rechtspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, Susanne Hierl, deutliche Forderungen. Sie sprach sich gegenüber der „Bild“ (Mittwochausgabe) für eine erneute Debatte über die Absenkung der Strafmündigkeit unter 14 Jahre aus.

Hierl betonte, dass Kinder, die derart brutale Straftaten begehen, auch strafrechtliche Konsequenzen tragen sollten. Ihrer Ansicht nach wissen 13-Jährige sehr genau, was richtig und falsch ist. Sie fordert, dass solche Taten in einem Verantwortungsverfahren aufgearbeitet werden und erzieherische Maßnahmen angeordnet werden können, um „Fehlentwicklungen rechtzeitig zu korrigieren und kriminelle Karrieren zu stoppen.“

Ähnlich äußerte sich Gregor Golland, der stellvertretende CDU-Fraktionschef im nordrhein-westfälischen Landtag. Er forderte ebenfalls Sanktionen und hob hervor, dass dieser „äußerst brutale Angriff“ eine ernsthafte Diskussion über die Herabsetzung der Strafmündigkeit in Deutschland notwendig mache. Golland argumentiert, dass immer jüngere und gewalttätigere Kinder und Jugendliche nicht völlig ungestraft schwerste Verbrechen verüben dürften und frühzeitig klare Grenzen und Sanktionen gesetzt werden müssten.

(Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)