Direkte Nähe statt Distanz
Die Bilder sprechen Bände: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), sonst eher auf dem politischen Parkett unterwegs, suchte am Sonntagabend nach dem verlorenen EM-Finale der deutschen Handballer den direkten Kontakt. Er wurde im Kabinensektor gesichtet, um persönlich zu gratulieren.
Das Bundespresseamt ließ die Szenerie festhalten und verbreitete am Abend Aufnahmen, die den Kanzler im Austausch mit Trainer Alfred Gislason zeigen. Auch mit Spielern wie Julian Köster, Miro Schluroff und Andreas Wolff wurde individuell gesprochen. Ein weiteres Highlight für die Mannschaft: Merz posierte für ein gemeinsames Gruppenfoto.
Der Schritt des Kanzlers mag ungewöhnlich erscheinen, unterstreicht aber die Bedeutung, die dem sportlichen Erfolg beigemessen wird. Merz war extra nach Herning in Dänemark gereist, um das Entscheidungsspiel gegen Gastgeber Dänemark live mitzuverfolgen. Auf der Ehrentribüne saß er unter anderem neben der dänischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen.
Bereits im Vorfeld der Partie hatte Regierungssprecher Stefan Kornelius die handballaffinen Tendenzen des Kanzlers betont. „Ich habe ihn in den letzten Tagen sehr handballfanatisch erlebt“, berichtete Kornelius am Freitag und signalisierte, dass der Kanzler „intensivst“ über die Spiele der deutschen Mannschaft informiert sei.




