Hoffnung auf Fortschritte in Abu Dhabi
Die Zusammenkunft von Vertretern der Ukraine, der USA und Russlands in Abu Dhabi zur Beilegung des Ukraine-Konflikts hat bei Armin Laschet (CDU) eine positive Resonanz ausgelöst. „Dass Russen und Ukrainer heute wieder zusammen… miteinander reden, ist ein gutes Signal. Denn das hat es lange nicht mehr gegeben“, sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag am Freitag den Sendern RTL und ntv. Zahlreiche bisherige Gesprächsversuche seien gescheitert, beklagte Laschet mit Blick auf die mangelnde Kompromissbereitschaft Russlands. Dennoch drückte er die Hoffnung aus, dass jedes Gespräch zu einer friedlichen Lösung und dem Ende des Krieges führen möge.
Europa muss eigene Rolle finden
Sollten die Sicherheitsgarantien für die Ukraine, über die bereits ukrainische und amerikanische Präsidenten gesprochen hatten, so gefestigt werden können, dass Kiew einem Frieden zustimmen könnte, gelte es, jede sich bietende Chance zu nutzen, so Laschet. Die Nähe eines Friedensschlusses sei derzeit jedoch ungewiss. „Das wissen wir alle nicht“, räumte der CDU-Außenpolitiker ein. Besonders kritisch merkte er an, dass Europa im Gegensatz zu den USA derzeit nicht direkt mit Russland spreche. Stattdessen würden Friedenspläne, die im Kanzleramt entwickelt und mit internationalen Partnern abgestimmt wurden, über amerikanische Vermittler wie Jared Kushner oder Brian Witkoff nach Moskau getragen.
Laschet forderte Europa auf, hier selbst aktiver zu werden. „Wenn Europa so selbstbewusst sein will, wie es dauernd sagt, dann muss es auch mit Russland reden“, betonte er. Fehle dieser direkte Dialog, bleibe Europa auf „Zweitinformationen“ angewiesen.
