Keine Strafzölle, keine Erpressung
Die Bundesregierung hat die Entwicklung im Streit um Grönland positiv bewertet. Nach der Ankündigung von Strafzöllen durch die USA, die nun abgewendet wurden, zeigte sich der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer am Freitag auf Nachfrage der dts Nachrichtenagentur erleichtert. „Wir haben eben auch klar gemacht, dass wir uns an dieser Stelle nicht erpressen lassen“, sagte Meyer in Berlin.
Europas Geschlossenheit als Vorbild
Die Einigkeit der EU-Staaten im Umgang mit dem US-Anliegen, Grönland zu kaufen, hob Meyer besonders hervor. „Die Geschlossenheit Europas war hier richtig und ist vielleicht auch eine Blaupause für die Zukunft.“ Deutschland war im Vorfeld der Gespräche zwischen US-Präsident und Nato-Generalsekretär Mark Rutte am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos in verschiedenen Konstellationen eingebunden, wie Meyer weiter erklärte. Die Möglichkeit anderer Szenarien, die den Ausgang hätten beeinflussen können, sei jedoch auch denkbar gewesen.
Mehr Engagement für die Arktis
Deutschland kündigte derweil ein verstärktes Engagement in der Region an. „Als sicherheitspolitischer Akteur bringen wir uns auch als Deutschland natürlich aktiv in die Diskussion weiter ein“, so der Regierungssprecher. Man unterstütze Initiativen zur Stärkung der Sicherheit in der Arktis und im Nordatlantik, insbesondere im Nato-Rahmen. Meyer verwies auf eine aktuelle „Erkundungsmission“ auf Grönland, an der sich Deutschland mit rund einem Dutzend Soldaten beteiligt. Detailliertere Angaben zu weiteren deutschen Beiträgen würden zu einem späteren Zeitpunkt folgen.

