Neue Phase der Operation "Roaring Lion"

Israel dehnt Luftangriffe aus: Marsch auf Teheran?

Foto: Eine Stellprobe: Flagge Israels (Symbolbild), via dts Nachrichtenagentur

Israelische Streitkräfte haben ihre Angriffe auf Teheran auf eine neue Stufe gehoben. Nach Angaben von Verteidigungsminister Israel Katz zielen nun "Stand-in"-Operationen direkt über der Hauptstadt. Dies folgt auf den Einsatz von "Stand-off"-Waffen. Der Iran droht mit Vergeltung.

Luftüberlegenheit und neuer Angriffsweg

Die israelische Luftwaffe operiert laut Verteidigungsminister Israel Katz auf neuem Terrain. „Zum ersten Mal in der Operation ‚Roaring Lion‘ operieren Flugzeuge der Luftwaffe im Rahmen eines mächtigen Angriffs gegen Ziele des Regimes und der Unterdrückung im Rahmen einer ‚Stand-in‘-Operation über dem Himmel von Teheran“, erklärte Katz am Sonntag. Diese Methode bedeutet, dass Munition direkt über den Zielen abgeworfen wird.

Zuvor setzten die israelischen Streitkräfte bei Angriffen auf Teheran noch sogenannte „Stand-off“-Waffen ein. Diese werden aus der Ferne abgefeuert und verfügen meist über kleinere Sprengköpfe. Nach Angaben Israels hat das Land mittlerweile die Lufthoheit erlangt und „den Weg nach Teheran geöffnet“.

Iran kündigt harte Reaktion an

Der iranische Präsident Massud Peseschkian reagierte umgehend und kündigte Vergeltung an. Er bezeichnete die Tötung des iranischen Obersten Führers Ali Khamenei als „Kriegserklärung an die Muslime, insbesondere an die Schiiten auf der ganzen Welt.“ Die Suche nach Gerechtigkeit und Vergeltung sei eine „Pflicht und ein legitimes Recht“, das man „mit voller Entschlossenheit wahrnehmen“ werde, so Peseschkian am Sonntag.