Ausfälle kosteten wichtige Infos

Internet-Nova für die Regierungsflieger: Schluss mit Funklöchern im Kanzleramt

Internet-Nova für die Regierungsflieger: Schluss mit Funklöchern im Kanzleramt
Foto: Ein Regierungsflieger der Flugbereitschaft (Archiv). Künftig sollen solche Maschinen mit besserem Internet ausgestattet werden.

Das Bundesverteidigungsministerium will den digitalen Draht zur Außenwelt auf seinen Regierungsmaschinen verbessern. Nach wiederholten Internet-Ausfällen, die selbst hochrangige Politiker auf wichtigen Reisen ins Abseits stellten, testen die Verantwortlichen nun eine leistungsfähigere Technik. Ziel ist es, Ausfälle in Zukunft zu verhindern und die ständige Erreichbarkeit zu gewährleisten.

Probleme an Bord

Das Netz in den Lüften war zuletzt oft eine Schwachstelle. Immer wieder gab es Meldungen über Ausfälle oder Störungen des Internets an Bord der Flugbereitschaft. Das betrifft die speziell ausgestatteten Flugzeuge, die für offizielle Reisen der Bundesregierung genutzt werden.

Die Konsequenzen können gravierend sein. So konnte sich beispielsweise Bundeskanzler Friedrich Merz auf einem Flug nach Indien nicht wie gewünscht über die aktuelle Lage im Iran informieren. Solche „Blindflüge“ in Krisenzeiten sind mehr als nur unpraktisch.

Testphase beginnt

Um diese Probleme zu beheben, hat das Verteidigungsministerium eine Nachbesserung angekündigt. Bestätigt wurde nun, dass im Februar und März eine neue, leistungsfähigere Internet-Option getestet werden soll. Zum Einsatz kommt die Technik zunächst auf einem Airbus A350.

Der Anbieter verspricht Verbesserungen: Eine „wesentlich höhere Übertragungsrate“ und eine „höhere Priorisierung beim Aufbau der Satellitenverbindung“ sollen dafür sorgen, dass temporäre Ausfälle der Vergangenheit angehören. Damit soll die Arbeit der Regierung auch unterwegs reibungsloser funktionieren.