Stärkster Rückgang seit März 2024

Importpreise sinken kräftig – Energiepreise ziehen Kosten

Importpreise sinken kräftig – Energiepreise ziehen Kosten
Foto: Container (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Die Preise für importierte Waren sind im Dezember 2025 deutlich gefallen. Ein Rückgang von 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat markiert den stärksten Einbruch seit März 2024. Maßgeblich für diese Entwicklung waren sinkende Energiepreise, während Landwirtschaft und Konsumgüter gemischte Signale zeigten.

Importgüter werden günstiger

Der Dezember 2025 brachte eine spürbare Entspannung bei den Importpreisen. Mit einem Minus von 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat fiel der Rückgang so stark aus wie seit März 2024 nicht mehr. Zuvor hatten sich die Preise bereits im Oktober und November 2025 im Vergleich zum Vorjahr verringert.

Gegenüber dem Vormonat November 2025 sanken die Einfuhrpreise im Dezember leicht um 0,1 Prozent.

Energie bremst weiter

Den größten Faktor für diese positive Entwicklung spielten erneut die gesunkenen Energiepreise. Alle Energieträger waren im Dezember 2025 günstiger zu haben als im Vorjahresmonat, angeführt von Erdgas (-23,4 Prozent) und Rohöl (-23,2 Prozent). Auch Strom verbilligte sich um 14 Prozent.

Ohne Berücksichtigung der Energiepreise gaben die Importpreise nur noch um 0,3 Prozent nach. Hier stiegen die Preise im Vergleich zum Vormonat sogar um 0,3 Prozent.

Landwirtschaft mit Licht und Schatten

Bei importierten Agrargütern zeigten sich deutliche Unterschiede. Während Rohkakao, lebende Schweine und Getreide im Preis sanken, verteuerten sich importiertes Geflügel und Eier sowie Rohkaffee im Vergleich zum Vorjahr erheblich.

Konsumgüter im Preisrückgang

Auch importierte Konsumgüter insgesamt waren im Dezember 2025 günstiger als im Vorjahr, insbesondere Gebrauchsgüter. Butter, Zucker und Olivenöl waren deutlich preiswerter. Bei Nahrungsmitteln insgesamt wurden jedoch leicht höhere Preise verzeichnet, getrieben von teurerem Haselnuss, Kaffee, Rind- und Geflügelfleisch.

Exportpreise stagnieren

Die Exportpreise veränderten sich im Dezember 2025 im Vergleich zum Vorjahresmonat kaum und lagen bei null Prozent Veränderung. Gegenüber November 2025 sanken sie um 0,1 Prozent. Vor allem steigende Preise bei exportierten Vorleistungs- und Investitionsgütern glichen leichte Rückgänge bei Konsumgütern und Energie aus.