Branchenverband spricht von „schwieriger Lage“
Die Heizungsbranche kämpft mit den Folgen eines dramatischen Verkaufsrückgangs. 2025 wurden in Deutschland nur 627.000 Heizgeräte abgesetzt, das schlechteste Ergebnis seit über einem Jahrzehnt. Ein zweistelliges Minus von zwölf Prozent über alle Gerätetypen hinweg, so berichtet der Bundesverband der deutschen Heizungsindustrie (BDH).
Der einstige Kassenschlager, der Gas-Brennwertkessel, verlor massiv an Boden. Mit einem Rückgang um 36 Prozent gingen noch 229.000 Geräte über den Ladentisch. Auch Ölheizungen, deren Absatz 2022 nochmals einen Schub erfuhr, brechen nun regelrecht ein: Nur noch 22.500 Stück fanden Abnehmer, ein Minus von satten 74 Prozent.
Wärmepumpen auf dem Vormarsch
Eine deutliche Erholung zeigt sich indes bei Biomasse-Heizungen. Ausgehend von einem niedrigen Niveau stiegen die Verkäufe um 23 Prozent, besonders Holzpelletöfen legten mit plus 38 Prozent zu. Mit insgesamt 29.000 verkauften Geräten machen sie aber weiterhin weniger als fünf Prozent des Marktes aus.
Ein deutlicher Gewinner ist die Wärmepumpe. Mit rund 299.000 verkauften Einheiten und einem Zuwachs von 55 Prozent im Jahresvergleich verdrängte sie den Gasbrennwertkessel von der Spitze der beliebtesten Wärmeerzeuger. Im Bestand dominieren jedoch weiterhin Gasheizungen.
Markus Staudt, Hauptgeschäftsführer des BDH, mahnt dringend zu politischen Konsequenzen. „Die Lage ist schwierig, die Heizungsindustrie steht vor wirtschaftlichen Herausforderungen“, so Staudt. Er fordert klare, stabile gesetzliche Vorgaben und Förderbedingungen, um Personaleinschnitte wie Stellenabbau oder Kurzarbeit zu vermeiden.



