Millionenwerte verschwunden

Fünf Festnahmen bei Großrazzia wegen russischer Embargoverstöße

Foto: Generalbundesanwalt (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Die Bundesanwaltschaft hat Ermittlungserfolge im Kampf gegen illegale Russland-Geschäfte bekannt gegeben. Fünf Personen wurden festgenommen, die im Verdacht stehen, mit Gütern für die russische Rüstungsindustrie gegen EU-Sanktionen verstoßen zu haben. Es geht um rund 30 Millionen Euro.

Geheimoperation aufgedeckt

Die Bundesanwaltschaft schlug zu: Fünf mutmaßliche Mitglieder einer kriminellen Vereinigung wurden am Montag festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, seit Beginn des Ukraine-Kriegs gezielt Güter für die russische Industrie beschafft und nach Russland exportiert zu haben. Die Festnahmen erfolgten in Lübeck und im Kreis Herzogtum Lauenburg.

Parallel zu den Verhaftungen liefen Durchsuchungen an mehreren Orten in Deutschland, darunter Frankfurt am Main und Nürnberg. Fünf weitere Personen sind flüchtig.

Der Verdacht wiegt schwer: gewerbs- und bandenmäßiger Verstoß gegen das Außenwirtschaftsgesetz. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Beschuldigten rund 16.000 Lieferungen nach Russland veranlasst haben. Der Gesamtwert dieser Exporte beläuft sich auf mindestens 30 Millionen Euro. Ein entsprechender Vermögensarrest wurde angeordnet.

Die festgenommenen Verdächtigen stammen aus Deutschland und der Ukraine. Ihre Vorführung vor dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs ist für Dienstag angesetzt. Dieser wird über den weiteren Verbleib der Beschuldigten entscheiden.