Ein Leichenfund zwischen zwei Ländern
Der Ausgangspunkt ist ein makaberer Fund im Salzbergwerk Hallein. Die Leiche eines Reiseleiters liegt buchstäblich in zwei Staaten: Kopf und Oberkörper befinden sich auf deutschem Gebiet, Lenden und Beine in Österreich. Ein Grenzfall im wahrsten Sinne des Wortes – doch genau dieser sorgt zunächst für Stillstand. Weder die Behörden in Salzburg noch jene im bayerischen Traunstein fühlen sich zuständig.
Ermittlungen im Stillstand
Erschwerend kommt hinzu, dass auch die Ermittler selbst abgelenkt sind. Hubert Mur steht kurz vor einer gewonnenen Kreuzfahrt, Irene Russmeyer probt für eine Musicalrolle, und Alfons Seywald nimmt gemeinsam mit Rene an einem „Less-stress-in-two-weeks“-Seminar teil, um die angeschlagene Beziehung zu retten. Der Mordfall droht, zwischen Zuständigkeiten und persönlichen Prioritäten zu versanden.
Neue Kollegin bringt Bewegung
Erst mit dem überraschend frühen Dienstantritt der neuen Salzburger Kollegin Ludovika „Lu“ Frey kommt Schwung in die Sache. Die ehemalige Zielfahnderin war einst aus Salzburg geflohen und kehrt nun wegen ihrer dementen Mutter zurück. Lu Frey übernimmt Verantwortung, stellt die richtigen Fragen und zwingt die beteiligten Behörden, sich dem Fall endlich anzunehmen.
Diskussion im Café über die Speisekarte.
Zwei Frauen, ein Opfer
Am Obduktionstisch eskaliert der Fall endgültig: Dort treffen die österreichische Ehefrau des Opfers und dessen deutsche, hochschwangere Lebensgefährtin aufeinander – zwei Frauen, die nichts voneinander wussten. Der Mordfall wird damit nicht nur juristisch komplex, sondern auch emotional hoch aufgeladen.
Stab und Produktion
In den Hauptrollen sind erneut Michael Fitz als Hubert Mur und Fanny Krausz als Irene Russmeyer zu sehen. Neu im Team ist Patricia Aulitzky als Lu Frey, die der Reihe spürbar neue Impulse verleiht. Regie führte Erhard Riedlsperger, das Drehbuch stammt von Stefan Brunner. Für Kamera und Schnitt zeichnen Kai Longorius und Frank Soiron verantwortlich, die Musik komponierte Dominik Giesriegl. Produziert wurde der Film als österreichisch-deutsche Koproduktion.
Drehorte in Salzburg und Umgebung
Gedreht wurde „Die letzte Reise“ vom 23. April bis 22. Mai 2025 in Salzburg und Umgebung. Als Kulissen dienten unter anderem Hallein, die Salzwelten Bad Dürrnberg, das Salzburger Mozarteum, der Kapuzinerberg, der Domplatz sowie das Café Bazar.
ZDF-Mediathek und Ausstrahlung
Bereits vor der TV-Ausstrahlung ist der Film seit dem 21. Januar 2026 in der ZDF-Mediathek verfügbar und dort bis 20. Januar 2027 abrufbar. Die lineare Erstausstrahlung erfolgt am 28. Januar 2026 um 20:15 Uhr im ZDF.
Besetzung im Überblick
- Michael Fitz als Hubert Mur
- Fanny Krausz als Irene Russmeyer
- Patricia Aulitzky als Ludovika „Lu“ Frey
- Erwin Steinhauer als Alfons Seywald
- Nikolaus Barton als Simon Wächter
- Helmut Bohatsch als Herr Wolfgang
- Natalie O’Hara als Helene Mur
- Sebastian Edtbauer als Richard Wagner
- Michael Schönborn als Rene Kleist
- Ronald Seboth als Erzbischof
- Dany Sigel als Klara Frey
- Maximilian Modl als Ben Lackner
- Julia Rosa Peer als Eva Lackner
Fazit
„Die letzte Reise“ setzt weniger auf Tempo als auf Reibungspunkte zwischen Zuständigkeiten, Beziehungen und persönlichen Interessen. Der Film verbindet klassischen Krimistoff mit psychologischer Tiefe und bleibt damit dem ruhigen, grenzüberschreitenden Ton der Reihe treu.


