Bahn kämpft mit Folgen von Wintersturm "Elli"

DB-Pünktlichkeit bricht ein: Nur jeder zweite Fernzug im Januar am Ziel

Foto: Winter bei der Deutschen Bahn (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Der Jahresauftakt begann für die Deutsche Bahn mehr als holprig. Im Januar erreichten nur 52,1 Prozent der Fernzüge ihr Ziel pünktlich. Insbesondere nach dem Wintersturm "Elli" brachen die Werte dramatisch ein. Die Bahn kämpft mit den Nachwirkungen und einer ehrgeizigen Pünktlichkeitsmarke für das laufende Jahr.

Schnee und Eis legten Bahnverkehr lahm

Nur ein Bruchteil der Fernzüge der Deutschen Bahn (DB) kam im Januar pünktlich an. Internen Daten zufolge schafften es gerade einmal 52,1 Prozent aller Fernzüge, pünktlich ihr Ziel zu erreichen. Ein Wert, der insbesondere die Passagiere frustrieren dürfte.

Tiefstwerte nach brutalem Winterwetter

Die Zahlen sind umso ernüchternder, wenn man die Tage nach dem Wintersturm “ Elli“ betrachtet. Am 10. Januar kamen nur 41,3 Prozent der Züge pünktlich. Der 11. Januar brachte mit 40,3 Prozent kaum Besserung. Der vorläufige Tiefpunkt wurde am 12. Januar erreicht, als lediglich 36,2 Prozent der Züge nach Fahrplan ankamen.

Noch drastischer wurde es am 26. Januar. An diesem Tag kamen nur schlappe 28,3 Prozent der ICEs und ICs pünktlich an. Dies stellt einen neuen historischen Tiefpunkt dar, der zuvor im Oktober 2025 mit 51,5 Prozent erreicht worden war.

Bahn spricht von Extremwetter

Ein Bahn-Sprecher erklärte gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“, dass der Januar in einigen Regionen Deutschlands der schneereichste seit über 15 Jahren gewesen sei. „Elli “ habe zu massiven Einschränkungen geführt: „3.000 Kilometer Schienennetz im Norden waren zeitweise nicht befahrbar“, so der Sprecher. Täglich seien 5.000 Mitarbeiter im Einsatz gewesen, um vor allem eingefrorene Weichen freizuräumen.

Für das Gesamtjahr 2026 hat die neue Bahn-Chefin Evelyn Palla eine Pünktlichkeit von 60 Prozent angepeilt. Angesichts der aktuellen Zahlen eine gewaltige Herausforderung.