Börsenstart mit positiven Vorzeichen
Der DAX hat am Freitagmorgen freundlich in den Handel gefunden. Gegen 9:30 Uhr notierte der Leitindex rund 0,7 Prozent höher bei etwa 24.480 Punkten. Dies markierte eine Erholung nach dem gestrigen Handelstag, der für den DAX der erste seit September war, an dem er mehr als zwei Prozent verlor.
Experten beobachten trotz des Kursrückgangs am Vortag eine anhaltende Kaufbereitschaft im Markt. Das Handelsvolumen erreichte ein neues Jahreshoch, was darauf hindeutet, dass Käufer bei fallenden Kursen aktiv werden. Allerdings verschiebt sich die Schwelle, ab der gekauft wird, stetig nach unten.
Der Freitag bildet das Ende des ersten Monats des Jahres 2026. Ob der DAX den Januar mit einem Plus oder Minus abschließen wird, ist noch offen. Im Vorjahr war der Jahresauftakt mit einem Zuwachs von 9,2 Prozent deutlich stärker gewesen.
Datenhighlight: Inflation und Wirtschaftswachstum
Besonders im Blickpunkt stehen heute die Wirtschaftsdaten aus Deutschland. Die vorläufige Inflationsrate für Januar wird erwartet. Schätzungen zufolge könnten die Preise im Januar stagniert haben. Steigt die Jahresrate dennoch an, liegt das an einem Preisrückgang im Vorjahreszeitraum. Aktuell dürfte die Inflation sich damit in der Nähe des Zwei-Prozent-Ziels der Europäischen Zentralbank bewegen.
Zudem werden die Zahlen zum deutschen Wirtschaftswachstum für das vierte Quartal veröffentlicht. Sollten die Prognosen eintreffen, hätte die deutsche Wirtschaft das Jahr 2025 mit einem leichten Wachstum abgeschlossen.
Kryptomarkt und Wechselkurse im Fokus
Die aktuell abnehmende Risikobereitschaft zeigt sich auch am Kryptomarkt. Der Bitcoin verzeichnete am Vortag ein deutliches Minus von elf Prozent, das bisher größte in diesem Jahr. Für Euro-Anleger kommt die Dollar-Schwäche noch erschwerend hinzu, was den Rückgang in Euro von seinem Allzeithoch im Oktober auf nun 37 Prozent verstärkt.
Die europäische Gemeinschaftswährung schwächelte am Morgen gegenüber dem US-Dollar. Ein Euro war für 1,1937 US-Dollar zu haben.
Auch der Goldpreis gab am Morgen kräftig nach. Für eine Feinunze wurden 5.163 US-Dollar gehandelt, was einem Rückgang von vier Prozent entspricht.
Der Ölpreis sank ebenfalls spürbar. Ein Fass der Nordseesorte Brent kostete am Morgen rund 69,65 US-Dollar, das waren 1,5 Prozent weniger als am Handelsschluss des Vortages.




