Zulieferer kämpft mit Kosten

Bosch stürzt in die Krise – Gewinn bricht ein

Foto: Automobilproduktion (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Der Automobilzulieferer Bosch steckt in Schwierigkeiten. Im vergangenen Jahr halbierte sich das operative Ergebnis auf 1,7 Milliarden Euro. Der Konzern leidet unter fehlenden Umsätzen, ungünstigen Währungseffekten und den hohen Kosten für einen massiven Stellenabbau. Von Besserung wird erst in einigen Jahren gesprochen.

Schmerzhaftes Jahr für Bosch

Das Jahr 2023 war für den traditionsreichen Technologiekonzern Bosch offenbar ein harter Schlag ins Kontor. Die operative Gewinnmarge schmolz auf nur noch 1,7 Milliarden Euro – das ist fast die Hälfte des Vorjahresergebnisses. Konzernchef Stefan Hartung sprach auf der Bilanzpressekonferenz von einem „schwierigen und teils schmerzhaften“ Geschäftsjahr.

Die Gründe für die magere Bilanz sind vielfältig. Bosch litt laut Hartung unter ausbleibenden Verkäufen, negativen Wechselkurseinflüssen und den enormen Kosten für einen weitreichenden Stellenabbau. Allein hierfür musste das Unternehmen im vergangenen Jahr 2,7 Milliarden Euro verbuchen.

Insgesamt plant Bosch, in Deutschland über 20.000 Arbeitsplätze abzubauen. Die Erholung des Geschäfts wird für die Zukunft verschoben: Erst ab 2027 rechnet der Konzern mit einer Besserung, und auch dann nur in einzelnen Marktsegmenten. Im wichtigen Bereich Mobility ist der Druck durch die Konkurrenz hoch, während die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen herausfordernd bleiben.