Bierkonsum schrumpft drastisch
Alarmierende Zahlen aus dem Statistischen Bundesamt: Der Bierabsatz in Deutschland ist im vergangenen Jahr auf ein Rekordtief gesunken. Mit einem Minus von 6,0 Prozent oder 497,1 Millionen Litern flossen nur noch rund 7,8 Milliarden Liter des beliebten Gerstensaftes in die Gläser. Das ist der stärkste Rückgang seit Beginn der Erhebung im Jahr 1993. Nie zuvor fiel der Absatz unter die symbolische Grenze von acht Milliarden Litern.
Die saisonalen Schwankungen bleiben bestehen: Die Sommermonate lockten zwar noch einmal die Durstigen an, doch der Trend insgesamt zeigt nach unten. Über das gesamte Jahr 2025 hinweg liegt der Bierabsatz satte 18,9 Prozent unter dem Niveau von 2015. Fast 1,8 Milliarden Liter weniger Bier wurden binnen eines Jahrzehnts verkauft.
Inland schwächelt, Exporte brechen ein
Die treibende Kraft hinter dem Rückgang ist der Inlandsmarkt. 82,5 Prozent des verkauften Bieres wurden versteuert im Inland abgesetzt – das waren 5,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Mit 6,4 Milliarden Litern ist das ein spürbarer Dämpfer für die Brauwirtschaft.
Auch beim Export, bei dem alkoholfreies Bier und Malztrunk nicht mitgerechnet werden, sieht es nicht besser aus. Die steuerfrei abgesetzten Mengen sanken um 7,0 Prozent auf 1,4 Milliarden Liter. Besonders drastisch fiel der Einbruch bei Lieferungen in Nicht-EU-Staaten aus, hier gab es ein Minus von 14,2 Prozent. Lediglich der Absatz in EU-Länder zeigte sich mit einem Rückgang von 1,3 Prozent relativ stabil.
Selbst Biermischgetränke, einst ein Wachstumssegment, konnten die Bilanz nicht retten. Der Absatz sank hier um 5,2 Prozent auf 402 Millionen Liter. Auch der sogenannte Haustrunk, der unentgeltlich an die Brauereimitarbeiter ausgegeben wird, verzeichnete mit minus 7,2 Prozent ein deutliches Minus.

