Beobachtung in Berlin
Der außenpolitische Sprecher der CDU, Jürgen Hardt, will US-Präsident Donald Trump trotz der Gefangennahme von Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro nicht scharf angreifen und begründet das vor allem mit den laufenden Abstimmungen zur Ukraine. „In der Grönlandfrage ist die Sache völlig eindeutig. In der Venezuelafrage ist sie, glaube ich, komplexer, als man denkt“, sagte Hardt am Montag den Sendern RTL und ntv. „Abgesehen davon, dass ich nicht glaube, dass er sich davon beeindrucken lässt, wenn ich jetzt etwas hier klar ansage.“
Er relativierte zugleich die Legitimität Maduros. „Maduro ist ein Diktator, der sich zweimal in gefälschten Wahlen zum Führer erklärt hat“, sagte er. „Ich erkläre jetzt nicht, dass das völkerrechtskonform ist, so jemanden auf fremdem Territorium festzunehmen“, relativierte Hardt. Den Verzicht auf offene Kritik begründete er ausdrücklich mit dem Ukraine-Kontext. „Fortschritte seien allemal es wert, jetzt nicht einen Streit mit dem US-Präsidenten an einer Stelle anzufangen, wo die Messe gesungen ist, wie man so schön sagt“.
Mehr zur Debatte: Roettgens Warnung vor Trump-Aktionen in Grönland und Klingbeil: US-Aktion in Venezuela bedenklich.
Ukraine-Abstimmungen
Die Debatte zeigt, wie sensibel sich Beobachter auf Washingtons Linie stützen. Die Bundesregierung betont, dass Fortschritte in der Ukraine-Frage politische Strategien beeinflussen können. Die Details bleiben offen, die Woche verspricht bewegte Gespräche.
Ausblick
Wie sich Hardts Linie in den kommenden Tagen verhält, bleibt abzuwarten. Die jüngste Entwicklung in Venezuela und mögliche Ukraine-Signale könnten beide Seiten weiter beeinflussen.
(Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)



