Nagl: "Nicht unter 60 Prozent rutschen"

Bahn peilt 60 Prozent Pünktlichkeit an – trotz Rekord-Baustellen

Foto: Eine Anzeigetafel der Deutschen Bahn (Archivbild). Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Die Deutsche Bahn will die Pünktlichkeit im Fernverkehr trotz einer Rekordzahl an Baustellen steigern. Philipp Nagl, Chef der DB InfraGo, nennt eine Zielmarke von 60 Prozent. Erst im kommenden Jahr soll der Grundstein für spürbare Verbesserungen gelegt werden, ein Großprojekt zwischen Berlin und Hamburg soll aber Ende April 2026 pünktlich fertiggestellt sein.

Infrastrukturchef mit klaren Zielen

Trotz der vielen Einschränkungen im Bahnverkehr hat die Deutsche Bahn die Hoffnung auf Besserung nicht aufgegeben. Für das laufende Jahr peilt die Infrastruktursparte DB InfraGo eine Pünktlichkeitsquote von 60 Prozent im Fernverkehr an. Zuletzt pendelte sich der Wert oft nur um die 50 Prozent ein.

Philipp Nagl, der Chef von DB InfraGo, sprach von spürbaren Verbesserungen überall dort, wo bereits gebaut wurde. „Mein Ziel ist es, dass wir in diesem Jahr nicht weiter unter die Pünktlichkeitsquote von 60 Prozent rutschen“, sagte er der „Bild am Sonntag“. Für 2026 gelte es dann, die Pünktlichkeit zu stabilisieren.

Mehr Baustellen 2025

Das bedeutet, dass die Fahrgäste wohl noch einige Zeit Geduld aufbringen müssen. „Das geht auf dem Schienennetz nicht über Nacht“, räumte Nagl ein. Für das kommende Jahr sind bundesweit rund 26.000 Baustellen geplant – das sind etwa 2.000 mehr als in diesem Jahr.

Ein Lichtblick zeichnet sich aber ab: Die zentrale Achse zwischen Berlin und Hamburg soll, wie geplant, Ende April 2026 fertiggestellt werden. Dies ist ein wichtiger Schritt zur Entlastung des Nord-Süd-Korridors.